Im Jahr 2019 war Spotify mit 19.000 Podcast-Episoden neben Google und auch Apple bereits einer der größten Anbieter in diesem Bereich.

Doch warum sind die aufgezeichneten Gespräche seither so erfolgreich? Warum ersetzen sie für viele Hörerinnen und Hörer das Radio und oft auch das Fernsehen. Warum ist das so? Und warum ist diese Medienform gerade wieder so beliebt?

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Vor gut 20 Jahren erlebten Podcasts ihre erste Blütezeit
– anfangs hieß das Konzept noch „Audioblogging“ und wurde von Apple vorangetrieben. Mit der EInführung des iPods gab es dann auch das passende Gerät, um die Interviews und Gespräche herunterzuladen und zu konsumieren. Doch dann waren Audiobeiträge irgendwann nicht mehr so spannend und verschwanden fast gänzlich aus dem Fokus der User des noch jungen Internets.

Woran das lag? Man weiß es nicht genau. Vielleicht, weil es damals einfach noch recht umständlich war, die Files bei Apple herunterzuladen. Aber mit der Zeit, den technischen Veränderungen bei Apple Music und dem Start von z.B. Spotify oder Amazon Music etc. wurden sie wieder interessanter – und cooler.

Podcasts sind mobile Begleiter geworden – auch deshalb ist ihre Plattform eine andere als vor zwei Jahrzehnten. Heute werden Podcasts vor allem über Musikstreamingdienste oder Videoplattformen, allen voran YouTube, konsumiert. Laut einer Studie nutzten 2019 rund 4,5 Millionen Deutsche Plattformen wie Spotify, Audible oder Apple Music, um neue Podcast-Folgen zu hören.

Der Markt für Podcasts boomt und Youtube will daran teilhaben.

Die Plattform ist bestrebt, Podcasting auf Youtube für Creator:innen noch bequemer und einfacher realisierbar zu machen. Aus diesem Grund testet das Unternehmen derzeit einige Podcast-Management-Funktionen in Youtube Studio, der grundlegenden Verwaltungssoftware für Youtube Creator:innen. Diejenigen, die zu den ausgewählten Tester:innen gehören, finden nun unter dem Menüpunkt „Erstellen“ die Option „Neuer Podcast“. Außerdem gibt es im Menü Inhalt einen neuen Reiter Podcast. Dort werden alle produzierten Podcasts aufgelistet. Neue Insights über ihre Podcast-Formate sollen Creator:innen zudem im Analytics-Bereich bei Youtube Studio erhalten. Für jede Sendung wird eine Reihe von Tabs zur Verfügung gestellt, über die Daten zu Performance, Zielgruppen und Einnahmen abgerufen werden können.

Grundsätzlich gilt: Je komplexer ein Prozess ist, desto weniger wird er genutzt. Das gilt auch für Social Media Nutzer:innen und Creator:innen.

Bieten zwei Plattformen die gleichen Vorteile, wird in der Regel die einfachere genutzt. Creator:innen und Unternehmen wollen gerade für administrative Aufgaben wie das Hochladen eines Podcasts möglichst wenig Zeit verschwenden.vFür die verschiedenen Anbieter ist es daher wichtig, die Nutzung so einfach wie möglich zu gestalten, damit alle Funktionen voll genutzt werden – ansonsten besteht die Gefahr, dass Nutzer:innen, die viel Content produzieren und wichtig sein könnten, abwandern.

Wir sind gespannt, wie YouTube in Zukunft mit dem Thema Podcasts umgehen wird. Die vorgestellten Features und Pläne klingen schon mal sehr positiv und interessant. Es bleibt abzuwarten, ob Podcaster:innen ihre bekannten Tools und Anbieter verlassen werden, um mit ihren Formaten und den kommenden Funktionen auf YouTube durchzustarten.